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Haushaltshilfe über die KK

Wer kann die Hilfe beantragen?

Die Haushaltshilfe ist eine Sachleistung, die von den Krankenkassen und dem Rentenversicherungsträger gewährt wird. Grundsätzlich hat jeder Versicherte Anspruch auf die Leistungen, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Dies ist unabhängig vom Zeitraum, für den die Haushaltshilfe beantragt wird. Grundsätzlich wird die Leistung gewährt, wenn eine Person wegen eines Aufenthalts im Krankenhaus, in der Kur oder wegen einer Schwangerschaft oder Entbindung nicht in der Lage ist, den Haushalt selbstständig weiterzuführen. Deshalb können auch Alleinstehende und Hausmänner die Sachleistung beantragen, wenn die Voraussetzungen vorliegen. Eine weitere Voraussetzung ist, dass ein Kind unter zwölf Jahren oder ein behindertes Kind im Haushalt leben muss. In einigen wenigen Fällen kann die Hilfe auch bei einer akuten Krankheit gewährt werden. Darüber hinaus können Schwangere während einer Risikoschwangerschaft den Antrag stellen.

Auch bei Urlaub der pflegenden Angehörigen

Der Zeitraum der Versorgung ist nicht geregelt. Deshalb kann die Leistung zeitlich begrenzt in Anspruch genommen werden. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn der Kranke bisher von einem Angehörigen versorgt wurde. Geht der selbstpflegende Angehörige in Urlaub oder muss selbst im Krankenhaus behandelt werden, dann wird die Sachleistung für die Dauer der Abwesenheit gewährt oder alternativ für den Zeitraum, in dem der Angehörige für die Pflege ausfällt.

Die Beantragung der Leistungen

Die Leistung selbst kann direkt bei der Krankenkasse beantragt werden. Eine Ausnahme bildet die private Krankenversicherung. Hier ist die Leistung nicht automatisch im Tarif enthalten, sondern muss gesondert im Vertrag erwähnt werden. Ist dies nicht der Fall, dann besteht in keinem Fall ein Anspruch.

Der Antrag kann sowohl schriftlich wie auch mündlich gestellt werden. Aufgrund der Organisationsstrukturen wird von den meisten Krankenkassen allerdings ein formeller Antrag verlangt, für den gesonderte Formulare vorhanden sind. Die Krankenkasse prüft dann den Antrag und bewilligt ihn. Dabei ist zu beachten, dass die Kassen keine Verträge mit den Haushaltshilfen abschließen. Deshalb besorgen die Kassen nicht automatisch eine passende Hilfe, so dass diese unter Umständen selbst gesucht werden muss. Hierfür stehen in der Regel verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung wie Pflegestationen, kirchliche Einrichtungen, Nachbarschaftshilfen und Ähnliches. Auch wenn die Hilfe von der Kasse nicht vermittelt wird, hat sie dennoch in der Regel Adressen, die sich bereits bewährt haben.

Die Krankenkasse ist immer der erste Ansprechpartner. Allerdings kann es sein, dass die Rentenversicherung oder die Unfallversicherung für die Bewilligung zuständig ist. Dies ist vom Einzelfall abhängig. Die Krankenversicherung gibt im Einzelfall Auskunft über die Zuständigkeiten.

Die Zahlungsmodalitäten

Die Zahlungen sind immer Sachleistungen. Dies bedeutet, dass die Gelder nicht an den Patienten, sondern direkt an den Leistungserbringer gehen. In der Regel handelt es sich um Einrichtungen, die bereits Verträge mit dem Krankenversicherer haben. Ist dies nicht der Fall, dann erbringt die Kasse die Leistung dennoch. Hierfür muss bei der Krankenkasse die Kostenübernahme beantragt werden. Dies gilt auch, wenn Privatpersonen wie Nachbarn die Hilfe übernehmen.

Auch die Kinderbetreuung kann sichergestellt werden

Da immer auch Kinder in den Haushalten leben, kann es zu Engpässen in der Kinderbetreuung kommen. Dies ist dann der Fall, wenn ein Elternteil arbeitet und der andere Teil krank ist. Aber auch wenn Alleinerziehende krank werden, kann die Betreuung gefährdet sein. In diesem Fall kann dann unter den gleichen Voraussetzungen auch ein „Kindermädchen“ beantragt werden. Die Betreuung findet dann zu bestimmten Zeiten statt, die abhängig von den Notwendigkeiten sind. Allerdings kann keine Vollzeitbetreuung – die 24 Stunden stattfinden muss – gewährt werden. Ausgeglichen werden die Zeiten, für die keine Betreuung zur Verfügung steht oder organisiert werden kann.

 
Kontakt

Elvira Barth
Haus- & Familienpflegerin
E-mail: ElviraBarth1@web.de
Tel.: 03 52 68 / 8 29 75

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